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L'estro armonico auf lehrsaiten.de

vivaldi.jpgL'estro armonico („Die harmonische Eingebung“) ist neben den "Vier Jahreszeiten" wohl der bekannteste Konzertzyklus des italienischen Barockkomponisten Antonio Vivaldi. In der Literatur als Opus 3 bezeichnet, liegt nun dessen berühmtes Concerto Nr. 11 in d-Moll in einer neuen lehrsaiten.de(r)-Ausgabe vor. Das komplette Werk inklusive aller Stimmen und zwei Partituransichten (groß/klein) darf kostenlos aus unserer Notengalerie (-->Ensembleliteratur) heruntergeladen werden.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben wir diesmal jeder Stimme eine eigene PDF-Datei gegeben. Grundlage für diese Ausgabe war ...

... ein Druck aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Bibliothek des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Rostock datierte die Ausgabe ohne Garantie auf ca. 1724 als Erstdruck. Laut Wikipedia veröffentlichte Vivaldi aber diesen Zyklus 1711. Das Werk wurde in London und Paris bald nachgedruckt. Weil das Institut geschlossen wird, dürfte auch deren Vivaldi-Forschung (Prof. Dr. phil. habil. Karl Heller) bald einschlafen.

Zumindest gab uns die gut lesbare Druckausgabe einigen Aufschluss zur Spielpraxis des Konzertes. Bislang spielten wir neben der Küchler-Bearbeitung für 2 Violinen und Klavier nur aus einer sehr alten Orchesterfassung des Verlages Breitkopf und Härtel. Diese wies einige Veränderungen durch direkte Spielanweisungen (eigenwillige Bogenstriche etc.) auf. So verwunderte uns im Original beispielsweise die klare Angabe von Bindungen im 2. Satz, die durch eine vorhandene Stringenz glaubhaft erscheinen und so nur in der alten Breitkopf-Ausgaben Beachtung finden. Die dort allerdings zahlreichen Bindungen im ersten Satz haben wir gemäß des alten Druckes von 1724(?) konsequent weggelassen und nur einige wenige Änderungen rein spieltechnischer Natur vorgenommen. Diese sind leicht an den Strichbezeichnungen erkennbar. Eigenwillige, zusätzliche Bindebögen finden Sie in unserer Ausgabe nicht. Die Satzbezeichnungen und sonstigen (dynamischen) Angaben sind ebenfalls aus dem alten Druck von 1724(?) übernommen. Bei strittigen Vorzeichen hielten wir uns an das scheinbare Prinzip, jeden Wechsel direkt mit einem neuen Vorzeichen anzuzeigen, auch wenn diese sich innerhalb eines Taktes wiederholen. Folgen aber zwei Töne aufeinander mit der gleichen Tonhöhe, kann sogar ein Taktstrich dazwischen liegen - das Vorzeichen wurde nicht wiederholt. Eine genauere Erläuterung der noch strittigen Takte folgt demnächst an dieser Stelle. 

Das Concerto ist durchaus auch für fortgeschrittene Schülerorchester gedacht. Einzig für diese Verwendung haben wir die einzelnen Stimmen durchgängig bezeichnet, was aber nur als Vorschlag dienen kann. Wenn Sie eine durchweg unbezeichnete Ausgabe wünschen, so wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns. Wenn genügend Interesse besteht, erstellen wir eine solche.

Das Werk darf, wie immer, frei kopiert und weitergegeben werden, solange dies nicht kommerziell geschieht. Jegliche Form der kommerziellen Nutzung ist untersagt. Ausgenommen davon sind Konzerte von städtischen Musikschulen oder privaten Bildungsträgern.

Wir würden uns freuen, in unserem Forum eine rege Diskussion zu dieser Ausgabe zu erleben. Mit Lob, Kritik und vorallem Verbesserungsvorschlägen. Teilen wir die Ideen, werden diese direkt in die Ausgabe übernommen. So wächst die Qualität unserer neuen lehrsaiten.de-Ausgabe ständig weiter. Bitte nutzt dafür den Link unten auf der Seite.

Euer lehrsaiten.de-Team

Update-History:

1. in der Solo-Violine fehlte eine Seite. Jetzt sind alle 4 Seiten vorhanden.(Dank an Stefan, 26.02.2009)

2.

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