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Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel
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THEMA: Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel
#2461
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
Platinum Boarder
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graphgraph
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Geschlecht: weiblich
Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel vor 2 Jahren, 8 Monaten Karma: 5
Hallo,

Sohnemann hat jetzt schon ziemlich lange seinen Ragtime geübt, und in drei Wochen soll er ihn vorspielen. Jetzt hat er auf einmal keine Lust mehr, ihn zu üben. Ich kann es ein bißchen verstehen, denn so ewig am gleichen Stück üben ist auch blöd. Nur soll er ihn in drei Wochen vorspielen, aber kurz vorher geht es noch mal mehrere Tage auf Klassenfahrt. Irgendwie war das ein blödes.

Er hat sich jetzt in Vivaldi a-moll verliebt, und innerhalb von nur 3 Tagen den Anfang geübt, und zwar direkt richtig schön. Seine Lehrerin meinte eigentlich, daß das ein Stück für Jumu werden könnte, nur wenn er es jetzt schon übt, ist bis dahin ganz bestimmt die Luft raus.

Irgendwie ist das Timing nicht trivial. Ich denke, wenn er so begeistert von einem Stück und ihm auch gewachsen ist, soll er es auch üben. Aber dann müssen wir es noch mal wieder weglegen, sonst hängt es ihm irgendwann zum Hals raus. Das Timing muß man wohl richtig planen, und ich weiß auch nicht, wie wir das mit dem Ragtime machen sollen.
 
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#2462
Penelokan
Senior Boarder
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Aw: Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel vor 2 Jahren, 8 Monaten Karma: 2
Oje, dass kenne ich von meiner Tochter (10 Jahre; knapp 5 Jahre Geigenunterricht).

Die Stücke müssen immer ewig geübt werden und meine Tochter will nicht mehr.

Manchmal denke ich ,dass die Lehrerin das nicht so mitbekommen, da sie das Kind ja nur 1 x die Woche sieht. Somit hört die Lehrerin sie mit dem Stück auch nur einmal die Woche. Meistens arbeitet sie während des Unterrichts nur ca. 15 Minuten an dem Stück. Das Kind übt das Konzert dann aber täglich und jammert, weil es nicht weiter geht.
Ich habe außerdem manchmal das Gefühl, dass es irgendwann nicht mehr besser wird, sondern schlechter, weil die Motivation raus ist.

Meine Tochter schon mit dem Programm für JuMu 2010 anfangen. Ich vermute, dass sie bereits nach den Herbstferien auf die Barrikaden geht und rumheult, weil`s keinen Spass mehr macht.
 
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#2463
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
Platinum Boarder
Beiträge: 439
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Geschlecht: weiblich
Aw: Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel vor 2 Jahren, 8 Monaten Karma: 5
Hallo Penelokan,

herzlich willkommen hier! Noch eine Mama mit Geigenkind. Lies mal unter "Wie wäre es" (lehrsaiten.de/forum?func=view&catid=17&id=801), da stellen sich einige vor, die hier schreiben. Vielleicht hast Du ja auch Lust, etwas von Dir zu erzählen.

Jetzt schon mit Jumu anfangen finde ich eigentlich ziemlich früh. Aber Sohnemanns Lehrerin fängt auch schon an zu überlegen.

LG Annette
 
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#2464
Ines
geigende Mama mit geigendem Töchterchen
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Aw: Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel vor 2 Jahren, 8 Monaten Karma: 2
Hallo Annette!

Ich würde deinen Sohn unbedingt Vivaldi a-moll spielen lassen - jetzt und für Jumu etwas anderes suchen. Es gibt so viele schöne Musik, da sollte man auf keinen Fall bremsen, wenn er sogar von allein das will. Da er ja schon länger spielt, wird es für ihn wahrscheinlich noch nicht mal eine große Herauforderung séin, sondern tatsächlich schnell richtig spielen können - und das gibt den Kick!!!

Für ein Wettbewerbsvorspiel würde ich auch immer lieber drei verschiedene Teilstücke spielen, die jeweils eine andere Schokoladenseite von ihm zeigen, als ein ganzes (Schüler-)Konzert. Er wird doch bestimmt jetzt auch mit mehr Freude experimentieren, und zum Beispiel spiccato, Martelé vielleicht sogar staccato-Anfänge zeigen wollen. Auch Doppelgriffe und so weiter. Da gibt es garantiert auch genug schmissige Musik.

Und ganz allgemein - das ist aber meine persönliche Meinung- halte ich nicht viel von Stücken die über mehrere Monate bis zu einem halben Jahr geübt werden. Dann lieber etwas erarbeiten, liegen lassen und später wieder hervorholen. Gerade in diesem Alter gibt es noch soviel Neues auf der Geige zu entdecken!!! Wofür wegen der Wettbewerbsvorbereitung dann keine Zeit bleibt. Ich meine für den normalen Schüler sollte ein Wettbewerb schon ein Ziel sein, aber es sollte nicht den normalen Unterricht und Fortschritt behindern!!!! Nicht jeder hat den Durchhaltewillen wie der Sohn von Maus - ich würde für meine Tochter nicht wollen, dass sie über 4 Monate an dem gleichen Stück arbeitet, die will öfter neue Techniken, Duo-Spiel (Orchester haben wir leider noch keins gefunden), interessante Melodien. Und die richtig interessanten Sachen fangen eben erst mit der Beherrschung der Technik an!
 
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shoot for the moon ... even if you miss you will land among the stars (Studentenweisheit)
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#2465
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
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Aw: Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel vor 2 Jahren, 8 Monaten Karma: 5
Ich halte 4 Monate schon für nötig, nur nicht 8 Monate. Sohni hat letztes Mal bei Jumu mitgemacht und über 4 Monate an seinen Stücken geübt. Dabei hat er viel mehr gelernt, als wenn er dauern neue Stücke angefangen hatte, vor allem auch, was die Musikalität betrifft. Er hat das auch genossen, zu sehen, wie sich ein Stück weiter entwickeln kann, und er hat auch die Geduld gehabt. Für ihn hat sich die Wettbewerbsvorbereitung auf jeden Fall gelohnt, und er will ja jetzt auch selbst unbedingt wieder mitmachen, obwohl er weiß, was da auf ihn zukommt. Nur haben wir damals erst im Herbst angefangen, nicht schon im Frühling.

Ines, Du bist doch die Tabea, die auch in anderen Geigenforen schreibt, oder?
 
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#2477
Wusel
geigende Mama mit 2 geigenden Mädchen + Mini-Cello
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Geschlecht: weiblich Ort: youtube: musicwusel
Aw: Luft raus 3 Wochen vorm Vorspiel vor 2 Jahren, 8 Monaten Karma: 1
Also, das mit der Übezeit an einem Stück kann man nicht so absolut sagen. Es kommt ja wirklich A auf das Stück (Länge, Schwierigkeitsgrad), B auch auf das Ziel und C natürlich auf das Kind an. Unsere Kleinere hätte mit ihren 7 Jahren nie die Geduld länger als 2-3 Monate an einem Stück zu arbeiten. Sie braucht dann einfach neues Futter, aber sie lernt auch sehr schnell. Die Tochter meiner Freundin ist 1 Jahr älter, wesentlich langsamer, aber viel geduldiger. Sie übt schon mal 4 Monate an einem relativ einfachem kurzen Stück. Das stört sie auch gar nicht. Sie hätte aber auch nie im Leben Jumu als Ziel.
Unsere Lehrerin schaut auch schon etwas in diese Richtung, aber nur orientierungsmäßig. C. spielt jetzt seit knapp 2 Wochen den "Polish dance" von Severn, hat ihn auch grob drauf, wird ihn eventuell in 3 Wochen zur Musi vorpielen können und dann wird er weggelegt und eventuell kurz vor Jumu wieder herausgeholt. Aber wir probieren da noch andere STücke und entscheiden das erst kurz vor der Bewerbung. C. sucht sich ihre Stücke sehr gern selber raus, hört viel bei youtube und dann sprechen wir mit der Lehrerin darüber. Diese findet das auch gut. Wenn Dein Sohn, Annette, den Vivaldi a-moll jetzt spielen will, dann sollte er ihn auch spielen dürfen, finde ich. Das Weglegen der Stücke geht eigentlich ziemlich gut. Zulange daran herumüben macht die Stücke wirklich nicht in jedem Fall besser. Aber wenn es ein Kind nicht stört, warum nicht?
 
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Liebe Grüße, Wusel
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