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harte strafe oder tolle Belohnung
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THEMA: harte strafe oder tolle Belohnung
#3274
gaspar
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Aw: harte strafe oder tolle Belohnung vor 1 Jahr, 10 Monaten Karma: 0
Ich arbeite meinen Weg gerade durch ein ElternRAtgeber Buch, wo genau dieses Thema Aufmerksamkeit bearbeitet wird. Ich sehe uns definitiv in dem Spiegel! Ich arbeite sehr an Freiräume für die Tochter. Wir hatten nicht die tollste Einstieg beim jetztige Lehrerin, aber das hat sich relativ schnell gut ergeben. Ich bin nicht ganz überzeugt dass die Frau die beste Möglichkeit für Tochter ist, weil ich finde die Grundgerüst z.B. fehlt. Wie soll ein Kind Stücke in 3. Lage spielen mit oft Lagenwechsel ohne dass eben die Lagenwechstel Taechnik eingeübt wird..dass solche übungen nicht spassig sind ist klar..und die soll ich mit ihr machen. Ich freue mich wenn die Vorspiel Termine abgehakt sind diesmal und dann möchte ich Abmachungen mit der Lehrerin vereinbaren--das scheint mir auch erstmal der Weg zu sein.

Gaspar
 
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#3275
Penelokan
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Aw: harte strafe oder tolle Belohnung vor 1 Jahr, 10 Monaten Karma: 2
Wenn die Lehrerin nicht die optimale ist, dann würde ich schnellstmöglich an einen Wechsel denken. Wenn die Grundlagen nicht stimmen, dann sind alle Erfolge nur oberflächlich und kurzzeitig. Langfristig wird dein Kind nicht wirklich gut werden. überlege dir mal wieviel Zeit und Arbeit dein Kind investiert. Da wäre es dem Kind gegenüber unfähr darauf zu warten, dass da mal was besser wird.Du bist doch selbst Musikerin, da weißt du doch auch, dass alles was früh "versaut" wird, sehr schwer ist wieder zu korriegieren.
Es reicht einfach nicht, wenn die Lehrer nett sind. Sie müssen auch gut sein - dafür werden sie eben auch bezahlt.
 
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#3276
Sophia
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Aw: harte strafe oder tolle Belohnung vor 1 Jahr, 10 Monaten Karma: 4
Für mein Gefühl wird sehr oft zu früh zu einem Lehrerwechsel geraten. Wenn etwas nicht klappt, dann kann ja nur der Lehrer schuld sein.
Das "Übeproblem" ist die eine "Baustelle", der Unterrichtsaufbau eine ganz andere. Für 90 Min. Getobe und Gestreite kann die Lehrerin ganz sicher nichts, oder macht das Kind auch im Unterricht so ein Theater?
Wenn das Vetrauen in den Lehrer nicht da ist, dann merkt es das Kind - und nutzt das auch aus. Aus diesem Grund würde ich mein Kind nie zu einem Lehrer schicken von dem ich nicht 150%ig überzeugt bin.
Wie gut oder schlecht spielen denn die anderen Schüler? Hat die Lehrerin ein paar richtig gute Schüler? Wenn ja, dann wird der Aufbau vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber sicher nicht schlecht sein.

Ich habe übrigens als Kind NIE Lagenwechsel geübt. Bei meinem Lehrer waren sehr viele Dinge selbstverständlich. Wir Schüler haben "Butterübungen" (Lagenwechsel mit gliss.) gemacht und keine Gedanken über das Lagenspiel gemacht. Teilweise haben wir ganze Teile eines Konzertes nur auf einer Saite gespielt. Uns war nie klar was wir machen und Paganini Capricen mit 10 waren keine Seltenheit. Schlecht war dieser Lehrer sicher nicht, nur etwas unkonventionell.
 
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Letzte Änderung: 30.06.2010 08:05 von Sophia.
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#3277
gaspar
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Aw: harte strafe oder tolle Belohnung vor 1 Jahr, 10 Monaten Karma: 0
eigentlich, nut am Ender der Stunde gibt es Theater, aber besonders geht es los wenn sie etwas ordentlich anstatt schlampig spielen/wiederholen sollte. Schlamperei ist definitiv ein Thema die sich bei ihr durzieht. Sie hat angefangen bei einer anderen Lehrerin--alles auf Waldorf und schön und ach, lebes Kindlein und volkslied hier und und und... ab er mir hat das einfach nicht gereicht und das ewige Volklied spielerei hat Tochter auch satt gehabt. Und dazu haben wir die andere Schüler nach teilweise Unterricht gehört die immer noch nur auf dem Niveau geblieben sind-- nee, danke nein, wir wechseln. Ich wollte zu einem ganz anderen Lehrer mit ihr, aber wir haben kein Platz be ihm bekommen und jetzt muss er eh reduzieren wegen Gesündh. Gründe, aber jetz schon wieder ein Wechsel fände ich nicht sehr Sinnvoll, erst recht wo Tochter zugibt die neue gut zu finden. Ich bin sehr gespannt auf die Klassenvorspiele demnächst weil zur Zeit beklagt sich die Frau dass "niemand" übt. Und dass sie Zittert ob alles gut geht im Vorspiel. Tja, WIR üben! aber ich bin gespannt auf die allgemeine Niveau von den anderen, bis jetzt habe ich nur eine andere gehört. Aber ich weiss dass sie viele Schüler hat.

Gspar
 
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#3278
geigenspass
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Aw: harte strafe oder tolle Belohnung vor 1 Jahr, 10 Monaten Karma: 0
Hallo zusammen,

mit meiner Tochter (9 Jahre) habe ich folgende Erfahrungen gemacht. Wenn sie wirklich jeden Tag übt, dann gibt es gar keine Diskussionen. Ich frage sie allerdings auch, wann sie denn Üben will und sie legt den Zeitpunkt fest. Ich erinnere sie lediglich daran. Selbst wenn sie gerade draußen mit Freunden im Spiel vertieft ist, gibt es sehr wenig Diskussionen, denn schließlich hat sie die Zeit selber bestimmt. Das Ganze funktioniert allerdings nur dann gut, wenn wirklich jeden Tag geübt wird. Ab und an haben wir Phasen, wo irgendetwas immer dazwischen kommt und sie so aus ihrem Rhythmus gebracht wird und die Diskussionen beginnen von Vorne.

Eine andere meiner Beobachtungen ist, dass manchmal Weniger Mehr ist. Das bedeutet, sie entwickelt sich schneller weiter, wenn ich nicht darauf bestehe, dass es unbedingt 60 Minuten sind, sondern vielleicht nur 45 Minuten. Die Konzentration ist größer und sie spielt sauberer. Und dabei kommt es dann auch vor, dass sie plötzlich doch 60 Minuten spielt obwohl wir nur 45 festgesetzt haben, weil es gerade so einen Spass gemacht hat. Ich bin nie dabei, wenn sie übt, lediglich in einem anderen Raum, höre sie also schon. Zwischendurch kommt sie dann und wir diskutieren darüber, welche Stellen schön waren und welche nicht. Das gehört aber zur Übezeit dazu, denn es ist eine wichtige kognitive Auseinandersetzung mit den Stücken.

Und noch eine dritte Bemerkung...Das Üben ist dann besser, wenn sie mindestens 3 Stücke gleichzeitig spielt. Hier kommt nicht so viel Langeweile auf und sich zu motivieren ein Stück, das sie vielleicht nicht so mag 15-20 Minuten zu spielen geht leichter als es 60 Minuten zu spielen. Sie kann wählen womit sie anfängt und eh sie es bemerkt, sind 60 Minuten rum.

LG
Annette
 
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#3280
*Annika*
Mami mit kleinem Klavierspieler und kleinem Geiger
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Geschlecht: weiblich Ort: Schleswig-Holstein
Aw: harte strafe oder tolle Belohnung vor 1 Jahr, 10 Monaten Karma: 2
Hallo,

mehrere unterschiedliche Stücke zu üben funtioniert bei uns auch deutlich besser. Lange auf einem Stück "rumzuüben" - wohlmöglich noch eins, das meinem Sohn nicht besonders gefällt - ist immer doof und drückt auf die Motivation. Wir haben immer zwei bis drei Stücke, an denen wir arbeiten und eines davon hat sich Sohni selbst ausgesucht. Das übt er immer als Letztes, so hat er ein "Ziel", auf das er hinarbeitet.

Die Übezeit selbst zu bestimmen halte ich auch für sinnvoll. Wir haben zum Beispiel einen Wochenplan, in dem stehen alle festen Termine drin (Schule, Fußball, etc.) und jeweils am Sonntag setzen wir uns zusammen und planen gemeinsam die nächste Woche. Zuerst kommen einmalige Termine wie Frisör oder Arzt und schon feststehende Verarbedungen hinzu und dann setzen wir gemeinsam die Übezeiten für die Geige hinein. Das hift mir und ihm! Wir sehen beide, wo noch freie Zeit ist und er kann selbst den Zeitpunkt setzen. Einen Tag pro Woche machen wir übrigens Übefrei. Meist gibt es so wie so einen Tag, der so voll mit anderem ist, dass das Üben kaum hineinpasst. Wenn man diesen dann vorher schon als den übefreien Tag festsetzt, müssen sowohl Kind als auch Mutter kein schlechtes Gefühl haben, dass keine Zeit für's Üben da war.
Bei etwas älteren Kindern kann man das sicher noch flexibler Handhaben, etwa mit einem festgelegten Übepensum für die gesamte Woche und das Kind darf selbst einteilen, an welchem Tag wie lange geübt werden soll.

Liebe Grüße
Annika
 
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