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Der Zusammenhang zwischen Intonation und Maoam
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THEMA: Der Zusammenhang zwischen Intonation und Maoam
#336
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
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Der Zusammenhang zwischen Intonation und Maoam vor 5 Jahren, 8 Monaten Karma: 5
ist jetzt experimentell erwiesen:

Tagelang hatten wir uns verzweifelt abgemüht, mein Sohn (6 Jahre) und ich, die Intonation vom 2. und 3. Finger genauer hinzubekommen. (Er konnte das schon mal). Aber leider leider war das 2. Fingerchen zu tief, und das 3. zu hoch....

Eine Handvoll Maoam-Stückchen, kleingeschnitten, damit es mehr sind, halfen innerhalb einer Minute! Für jede richtige Intonation gab es ein Stückchen in den Mund, und o wunder, seitdem ist die Intonation wirklich wieder einwandfrei. Er spielt jetzt wundschöne Tonleitern.

Jaja, bei uns hilft die Erziehungmethode "Bestechung" doch besse als "Erpressung"!

Noch ein schönes Wochenende

Annette
 
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#339
bro
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Re:Der Zusammenhang zwischen Intonation und Maoam vor 5 Jahren, 8 Monaten Karma: 9
Hallo Annette,

diese Wirkung kann ich gut bestätigen. Mit Schokolade funktioniert es auch. Für mich ist das eine der schönsten Arbeitserleichterungen, denn wer schimpft schon gerne?
Ich denke, die meisten kleinen Schüler interessieren sich nicht sonderlich für Dinge wie Intonation, schönen Klang, gute Haltung und ähnliches. Das ist ganz natürlich, sie interessieren sich ja auch nicht dafür, ob sie saubere Finger haben, die Zähne geputzt sind, der Pullover richtig rum angezogen ist, usw.
Wenn sie sich darum kümmern, dann in erster Linie uns zu Liebe. Oder eben wegen des Maoams, bzw wegen der Schokolade. Das wäre doch mal eine interessante Frage: Was interessier kleine Geigenschüler am Geigespielen? Hier ein paar Vorschläge: so schnell, oder so laut wie möglich spielen. Oder: wieviel Reihen man auf einem Bein stehend schafft,oder ohne Luft zu holen. Oder: wie doll man aufdrücken muss, bis man drei Saiten auf mal erwischt. Oder: mit anderen zusammenspielen und als erster fertig sein.
Kinder haben also durchaus Interesse und können da recht fanatisch sein, aber meistens sind es eben nicht gerade die Sachen, die wir wichtig finden...
Vielleicht könnte man so sagen: Kinder interessieren sich eher für Grenzen, also dafür, was passiert, wenn sie irgendwas immer weiter treiben, (zum Beispiel immer schneller, immer lauter, immer leiser..) während unsere Ideale eher in der Mitte liegen, schließlich ist die richtige Intonation die Mitte zwischen zu tief und zu hoch, für den schönen Klang darf weder zu fest noch zu wenig aufgedrückt werden, und so weiter.

Viele Grüße,
bro
 
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#338
fhammer
Moderator
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Re:Der Zusammenhang zwischen Intonation und Maoam vor 5 Jahren, 8 Monaten Karma: 8
Hallo Annette.

Das klingt sehr interessant. Wäre noch die Frage zu klären ob das auch mit Mamba geht
Nein, aber mal im Ernst. Es scheint nicht daran zu liegen, dass dein Sohn nicht zuhören könnte. Oder dass er deinen höher-tiefer-Anweisungen nicht folgen könnte. Das ist nur alles eine Frage der Motivation

Es gibt eben Schüler denen macht eine schlechte Intonation (wenn sie diese selber feststellen können) nicht soviel aus, als dass sie dadurch ein Bedürfnis verspüren würden den Ton zu korrigieren. Andere hingegen zucken bei einem schiefen Ton zusammen, korrigieren ihn so schnell wie möglich und setzen den Hoffentlich-hat-er-es-nicht-gemerkt-Blick auf
Ich habe aber auch so manche Stunde da hört der Schüler scheinbar gar nichts. Und dann, aber erst beim dritten Ermahnen bequemt er sich den Ton zu korrigieren, bzw. wenn er es selber nicht hört, den Finger "jetzt mal wirklich" höher oder tiefer zu setzen. Wenn ich dann noch darauf bestehe, dass es jetzt drei mal hintereinander sauber klappen muss, und wir sind damit durch, dann hat das Ganze meist auch "nachhaltige" Wirkung.

Du musst nur aufpassen, dass das mit dem Maoam nicht einreißt. Sonst spielt er nur noch mit einem entsprechenden Maoam-Pegel im Blut sauber
 
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viele Grüße
Felix Hammer
(admin)-lehrsaiten.de
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#340
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
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Geschlecht: weiblich
Re:Der Zusammenhang zwischen Intonation und Maoam vor 5 Jahren, 8 Monaten Karma: 5
Hallo,

ja, die Motivation bei so Kleinen kommt nicht durch die Musik selbst, obwohl mein Kleiner durchaus schon Vorlieben hat. Er hat sich die Geige selbst ausgesucht, mit 5 Jahren, aber neulich meinte er: "das habe ich mir damals völlig anders vorgestellt!" Damit meinte er vor allem die Anstrengung beim Üben. Er sagt aber auch, daß er auf keinen Fall "jemals mit der Geige wieder aufhören will". Seine Motivation kommt aber ganz klar durch mein Interesse. Er will mir damit gefallen. Und anderen natürlich auch. So hat er neulich bei Omas Freundinnenrunde im Cafe vorgespielt (Wir fahrn mit der Post), und alle Omas waren natürlich hellauf entzückt. Er war voll konzentriert und hatte anscheinend gar kein Lampenfieber. Die Belohnung in Form von Kuchen und Eis ließ nicht lange auf sich warten.

Auch seiner Lehrerin will er gefallen, aber manchmal ist er auch froh, wenn die Stunde vorbei ist. Er läßt sich dann demonstrativ auf den Boden plumpsen. Bei mir übrigens auch, wenn wir fertig sind mit üben.

Wenn er will, kann er sehr gut intonieren, er singt auch die Intervalle völlig richtig. Also sein Gehör ist OK.

Mit dem Maoam werde ich wieder geiziger. Jetzt gibt es ein Stückchen nur noch für z.B. "3 mal diese vier Takte mit richtigen Halbtönen und der Pause".

Grüße, Annette
 
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#341
Wusel
geigende Mama mit 2 geigenden Mädchen + Mini-Cello
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Geschlecht: weiblich Ort: youtube: musicwusel
Re:Der Zusammenhang zwischen Intonation und Maoam vor 5 Jahren, 8 Monaten Karma: 1
Das klingt witzig, muß ich mir für mein nächstes Geigenkind merken. Bei ihr zieht so etwas mit Sicherheit auch.
Unsere Große gehört glücklicherweise zu den Kindern, die wegen der Musik Geige spielen wollen und sich damit selbst ungeheuer motivieren. Die wüßte wahrscheinlich gar nicht, was ein Maomam mit Geige spielen zu tun hätte
So unterschiedlich kann das sein...
 
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Liebe Grüße, Wusel
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