Ich muss mit Wirbeln stimmen, weil ich auf der neuen Bratsche nur noch den A-Saiten-Feinstimmer habe (und den Saitenhalter so schön finde

). Das war zuerst ein Kampf, aber nach einem Besuch beim Geigenbauer geht es jetzt sehr gut. Trotzdem fand ich das Stimmen mit Feinstimmern nicht mehr oder weniger schwer und kenne genug Menschen, die deutlich besser spielen als ich, die immer schon mit Feinstimmern gestimmt haben. Ich habe auch Tage, wo ich laut fluche, weil beim Saitenaufziehen die Wirbel am Ende besch..... stehen.
Ich habs anfangs auch so gemacht, wie von Ines bschrieben, habe also nach einer "gefühlten" Quinte gestimmt, so wie ich sie eben im Ohr hatte (ganz am Anfang auch mit Kla4). Meine Lehrerin hat das ziemlich genau drei Unterrichtsstunden hingenommen, dann musste es besser werden ("hör mal genau hin"--"ja, Quinte, stimmt"-"nein, stimmt nur fast"-"Quatsch!")

. Mir hat einfach meditatives Streichen geholfen, währenddessen hat erst sie an den Feinstimmern gedreht, dann ich, und irgendwann kam das "Aha"-Erlebnis, als eine reine Quinte über meinem Kopf schwebte (bei der neuen Bratsche ist das noch eindrucksvoller, weil mit dem Erklingen aller Obertöne wirklich richtig voller sound entsteht). Immer stimmen tut die Quinte auch heute nicht, aber ein Freund von mir hat schon recht: an guten Tagen kann man es schon am Bogen merken, ob sie rein ist, dann vibriert einfach alles. Keine Ahnung, ob das mit 6 Jahren schon geht, aber warum nicht? Wenn Du sagst, sie hört gut?
In meinem Kinderorchesterchen, in dem ich in meinem ersten Jahr gespielt habe, hat der Chef ALLE Instrumente selber gestimmt, und ich konnte da von ferne auch schon immer hören, ob sie stimmten oder nicht, auch die 1/8-Mini-Geigen, und damals spielte ich ca. 3 Monate (und bin echt Kla4-verdorben!). Ich denke schon, dass es gehen kann.