Alabama
Mama mit Geigen/Klavier-Tochter :o))
Gold Boarder
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Geige und Klavier ! vor 3 Jahren, 5 Monaten
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Hallo zusammen!
Welche Eltern / Lehrer haben Erfahrung damit, wenn ein Kind zwei Instrumente spielt?
Meine Tochter (bald 9) spielt seit knapp 2 Jahren Violine. Sie übt täglich 45-60 Min. Ihr grosses Hobby ist nebst der Geige der Tanz (klassisches Ballett seit 4 1/2 Jahren) und Musik allgemein. Seit gut einem Jahr möchte sie neben der Geige auch noch Klavier erlernen. Erst hab ich dem keine Bedeutung geschenkt, als der Wunsch jedoch bestehen blieb habe ich ihr während ein paar Monate einige Stücke auf dem Klavier beigebracht. Schlussendlich habe ich sie an der Musikschule angemeldet und so hatte sie gestern mit viel Freude ihre erste Klavierstunde. Die Geige macht ihr noch immer ebenfalls viel Spass und sie übt meistens gerne (mit einigen Ausnahmen).
Wer hat Erfahrung mit dem Erlernen zweier Musikinstrumente? Gibt es Dinge, auf die man vielleicht achten soll? Über Erfahrungsberichte / Tipps würde ich mich sehr freuen!
Danke ! 
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Aw: Geige und Klavier ! vor 3 Jahren, 5 Monaten
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Hallo Alabama,
ich denke, du hast es richtig gemacht, deine Tochter auch zum Klavierunterricht zu geben. Meiner Meinung nach ist für jeden Musikinteressierten Klavier ein Muss - die Geige kann ja ruhig weiter die erste sein. Wenn du dich ein bisschen in diesem Forum umschaust, wirst du entdecken, dass gerade bei besonderer Begeisterung für die Geige immer auch das Klavier in eben diesem Alter dazu kam.
Meine Tochter wird erst acht, also werde ich noch ein halbes bis ein Jahr damit warten. Aber sie zeigt auch schon jetzt großes Interesse am Klavierspiel und erfindet ständig eigene Melodien. Ab und zu zeige ihr mal eine bessere Handhaltung, damit sich da nichts falsch einschleicht. Aber ansonsten halte ich mich noch zurück und lasse ihr ihre vergnügten "Improvisationen".
Ganz allgemein bin ich sowieso dafür nie etwas zu früh anzubieten, spart viele Nerven. Das ideale Anfangsalter für Klavier liegt meiner Meinung nach eben bei 8 bzw. 9 Jahren, einfach weil erst dann das Verständnis für das komplexere Musikstück da ist.
Bevor meine Tochter mit der Geige anfing, hatte sie knapp ein Jahr Blockflöte gespielt, und war damit auch sehr weit gekommen. Aber seitdem sie Geige spielt, ist diese völlig in den Vordergrund getreten und muss es auch, denn ich meine, Kinder müssen auf einem Instrument schnell Erfolgserlebnisse haben, um Spaß daran zu haben. Dies gilt besonders für die Geige, da sie am Anfang gleich mehrere Schwierigkeiten auf einmal bietet.Für die Flöte ist es ein bisschen schade, aber wenn sie gelegentlich spielt, merkt man, dass sie es nicht vergisst und bei Interesse später weiter ausbauen kann. Ach ja in den ersten Monaten des Geigenspiels habe ich sie auch öfter mal die Stücke auch mit der Blockflöte spielen lassen. (...und damit das Nützliche mit dem Nützlichen verbunden....)
Wenn dann das Klavier dazukommt, sollte das Geigenspiel schon im Wesentlichen "sitzen" - also ich meine die sogenannten Basics - und das ist bei deiner Tochter ja der Fall.
Zu praktischen Tipps: etwa wann übt man was, kann ich nicht so viel sagen. Mein Vorschlag wäre, nach dem Mittagessen die Geige (sie übt wahrscheinlich ungefähr eine Stunde?!) , dann Hausaufgaben und anschließend Klavier, vielleicht etwas weniger vom Zeitaufwand her. Aber bloß nicht auf den Abend verschieben, da würde ich sonst im Notfall eher die Hausaufgaben ansiedeln. (Fortgeschrittene Geigenkinder haben meist keine Schwierigkeiten in der Schule).
lg Ines
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shoot for the moon ... even if you miss you will land among the stars (Studentenweisheit)
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Alabama
Mama mit Geigen/Klavier-Tochter :o))
Gold Boarder
Beiträge: 162
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Aw: Geige und Klavier ! vor 3 Jahren, 5 Monaten
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Hallo Ines
vielen Dank für deine interessanten Gedanken! Du hast schon recht, dass die Geige schon einigermassen sitzt ist sicher von Vorteil. Bei meiner Tochter (sie wird Ende August 9) ist es auch so, dass sie mit ihren knapp 2 Jahren Geigenspiel schon eher weit gekommen ist. Ich habe aber keinen direkten Vergleich und kann es nur so "im Groben" beurteilen.
Die Übungszeiten müssen wir noch rausfinden, bis jetzt ist das Üben auf den Nachmittag / Abend angesetzt und zwar, weil sie nur 1 Stunde Mittagszeit hat, danach muss sie nochmals zur Schule und kommt im Nachmittag heim. Ab und zu reicht es für die Hausaufgaben über Mittag, aber zum Üben über Mittag reichts höchstens für Klavier, das könnte man aber wirklich mal probieren, wenigstens so lange, wie sie auf dem Klavier nur ca. 20 Min übt.
Jedenfalls hat sie gestern erst um 20 Uhr Klavier geübt und wir hatten auch da noch einen heiden Spass! Sie braucht im Moment relativ wenig Schlaf.
Und: ja du hast recht, mindestens bis jetzt hat sie keine Probleme in der Schule, sie ist bei den besseren. Ob das an der Musik liegen könnte habe ich mir auch schon überlegt....
lg Alabama
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Aw: Geige und Klavier ! vor 3 Jahren, 5 Monaten
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Hallo,
meine Tochter hat auch nach drei Jahren Geige mit neun Jahren angefangen Klavier zu lernen und macht das heute mit 15 immer noch sehr gern.
Es erfordert aber schon etwas Einteilung beim Üben und die Lehrer sollten schon wissen, dass es nicht das einzige Instrument ist, das erlernt wird.
Wir sind die Jahre gut damit gefahren schon vor der Schule eine halbe Stunde das Klavier in Angriff zu nehmen, anfangs war das genug inzwischen übt sie abends meist nochmal. Außerdem hat sie jetzt ihren Schwerpunkt auf die Geige gelegt, d.h. wenn es eng wird, dann wird zuerst an der Übezeit fürs Klavier gespart.
Da sie auch noch ihr Anfangsinstrument die Blockflöte ernsthaft betreibt, das sie allerdings nicht täglich übt, ist schon ein gutes Zeitmanagement nötig, aber das hat sie inzwischen gut selbst in der Hand. Da die Geige auch noch in Regionalen und überregionalen Orchestern eingesetzt wird, ist es einfach ihr Mittelpunkt geworden. Die sozialen Kontakte, die sich aus dem gemeinsamen Musizieren ergeben haben, genießt sie sehr und hat viel Freude daran.
Allerdings ist ein solch intensives Beschäftigen mit mehreren Instrumenten wohl nur Schülern möglich, die für die Schule nicht so viel lernen müssen, sonst wird die Zeit knapp für Freunde und andere Dinge, die in der Pubertät wichtig werden. Aber wie gesagt, viele ihrer Freunde sind auch in den Orchestern und verbindet die Zeiten eben einfach und trifft sich inzwischen auch einfach so zum Musik machen und klönen. Es klappt sehr gut.
Ich glaube, wenn ein Kind das wirklich will, dann wird es auch nicht zuviel. Das kann man erkennen, wenn man die Begeisterung in den Augen sieht und die Spielfreude. Anfangs muß man sehr genau beobachten, gerade wenn die Kinder noch klein sind.
Wir als Eltern bereuen nicht, dass wir ihr diese drei Instrumente ermöglicht haben. Wenn es nach ihr ginge, dann könnte sie sich auch ein weiteres Instrument vorstellen, aber da haben wir dann zum ersten mal etwas gebremst.
Vor zwei Jahren hat sie den Klavierlehrer gewechselt. Wir haben gleich bei der Anmeldung gesagt, dass Geige ihr erstes Instrument sein wird, obwohl sie auch mit dem Klavier weiter ist als der Durchschnitt. Aber sie will ja nicht Pianistin werden. Es wurde akzeptiert, wenn auch als schade empfunden, aber es schützt auch vor zu hohen Erwartungen und der Unterricht ist jetzt wirklich richtig gut und macht ihr einfach Spaß.
Also, trau deiner Tochter zu es zu schaffen und auch Freude an zwei Instrumenten zu haben. Sollte es irgendwann doch zuviel werden, kann man ja jederzeit reduzieren. Viel Spaß
lg Violle
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Aw: Geige und Klavier ! vor 2 Jahren, 5 Monaten
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Hallo Alabama,
und wie hat sich das zweite Instrument bei deiner Tochter entwickelt?
Spielt sie eigentlich lieber Klavier oder lieber Geige?
Lg violle
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Alabama
Mama mit Geigen/Klavier-Tochter :o))
Gold Boarder
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Aw: Geige und Klavier ! vor 2 Jahren, 5 Monaten
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Hallo violle!
Es klappt suuper!! Es war von Anfang an überhaupt kein Problem. Sie hat auch einen ganz tollen Klavierlehrer erwischt! Geige ist zwar immer noch ihr Hauptinstrument, d.h. sie steckt ihre Hauptzeit in die Geige, aber sie mag beide Instrumente sehr. Klavier übt sie täglich etwa 20 Min. Im Moment spielt sie grad ihre erste Sonatine (von Thomas Attwood). Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass beides zusammen so gut funktioniert. Je nach dem übt sie mal erst Geige, dann erst Klavier, grad wie es halt so kommt.
Für meine Tochter ist es also so genau richtig! Nun, da sie zwei so gute Lehrer hat kann man einfach gespannt abwarten wie sie sich entickelt  ! Sie hat ja einen neuen Geigenlehrer, sie durfte vor den Sommerferien schon drei mal zu ihm, damit sie über die Ferien gut üben konnte und der Wandel ist schon jetzt kaum zu fassen!!!
Lg Alabama
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