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Fortschritte - erzählt doch mal!
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THEMA: Fortschritte - erzählt doch mal!
#1873
*Annika*
Mami mit kleinem Klavierspieler und kleinem Geiger
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Beiträge: 77
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Geschlecht: weiblich Ort: Schleswig-Holstein
Fortschritte - erzählt doch mal! vor 1 Jahr, 11 Monaten Karma: 2
Hallo,

mein Sohn ist knapp 5 Jahre alt und spielt seit einem Monat Geige. Nun geht es mir wie sicher vielen Müttern, die interessiert den Weg Ihres Sprösslings verfolgen: Ich würde gern schon jetzt wissen, wo uns dieser Weg hinführt. Ja, mir ist klar, dass mir niemand sagen kann, wie schnell mein Sohn Fortschritte macht und ich weiß auch, dass jedes Kind anders ist, aber ich würde gern mal wissen, wie sich andere Geigen-Kinder in den ersten ein oder zwei bis drei Jahren Unterricht so entwickelt haben. Ja, das hängt alles von vielen Faktoren wie Alter des Kindes, Talent, wie lange übt es, nicht zuletzt dem Lehrer und und und... ab und ich weiß auch, das zwischen zwei Kindern, die beide den selben Band einer Geigenschule abgeschlossen haben, Welten liegen können, aber ich würde mir gern einfach mal einen Überblick verschaffen - ganz ohne ein Für und Wider zu diskutieren Fakten sammeln. (Das Thema "Aufgabe" von murcksi zum Umgang mit dem täglichen Üben fand ich auch total interessant!)

Ich würde gern von Euch wissen:
- Wie alt war Euer Kind, als es mit dem Geige spielen begonnen hat?
- Welche Schule habt Ihr verwendet? Wann habt Ihr hier welchen Band abgeschlossen und wo steht das Kind jetzt?
- Wann hat Euer Kind welche "Meilensteine" erreicht bzw. mit etwas Neuem angefangen? (z.B. Griffarten und Lagen, Vibrato etc.)
- Wie oft hat das Kind Unterricht , wie lange übt es täglich? Wie haben sich die Übe-Zeiten entwickelt?
- Wann (wenn überhaupt) hat das Kind begonnen, in einem Orchester zu spielen?
- Nimmt das Kind auch mal an Vorspielen teil? (Seit wann/wie oft?)
Erzählt doch einfach in diesem Zusammenhang alles, was Euch erwähnenswert erscheint.

Ich fang mal an, auch wenn ich noch nicht viel zu erzählen habe:

*****
Mein Sohn ist knapp 5 Jahre alt und spielt seit einem Monat Geige. Wir haben die Geigenschule von Susi und Eddi. Er bekommt 30 Minuten pro Woche Unterricht. Zu Hause übe ich mit ihm (allein schafft er das wirklich noch nicht...) in der Woche täglich (außer am Unterrichtstag) ca. 15-20 Minuten, am Wochenende auch mal die doppelte Zeit. Nachdem er in den ersten Wochen nur auf leeren Saiten gespielt hat, ist er jetzt beim 1. Finger angelangt.
*****

Ich bin total gespannt auf Eure Schilderungen! Vielen Dank schon mal dafür!

Ganz liebe Grüße
*Annika*
 
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#1876
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
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Aw: Fortschritte - erzählt doch mal! vor 1 Jahr, 11 Monaten Karma: 5
Hallo Annika,

lies mal die Diskussionen in der "Elternecke" und die Beiträge unter "Wie äre es" (Lob und Kritik). Im letzteren stellen sich alle vor, und in der Elternecke, aber auch in den anderen Rubriken erzählen die Eltern viel vom Üben. Ich habe auch gerade einiges nachgelesen. Macht Spaß, denn da kann man richtig sehen, wie sich die Kinder entwickeln. (@Admin: kann man nicht über jeden Beitrag wieder das Datum schreiben ?)

Bei uns war es so, daß Sohni sich anfangs motorisch schwer getan hatte. Das wurde mir erst später klar, eigentlich erst, als sich seine erste Lehrerin verabschiedete und dies sagte. Damals war er auch fünf. Er hat sich lange mit Motorik herumgeschlagen, und wir haben eher wenig geübt. Er war auch zeitweise etwas demotiviert, weil es nicht so klang, wie er sich das vorstellt. Dafür war er aber schon immer sehr unverkrampft, und das hat wohl wiederum Vorteile. Und er hat ein gutes Gehör, was natürlich erst zum Tragen kam, nachdem er schon eine Weile dabei war. Jetzt ist er sehr motiviert und übt ungefähr eine Stunde am Tag. Allerdings auch immer noch viel lieber mit mir als allein.

Wir hatten auch erst Saßmannshaus, dann Susi und Eddi. Den letzten Band hatte er angefangen, aber dann erst mal andere Stücke gespielt. Und mit der neuen Lehrerin haben wir gleich das Jumu-Programm angefangen, jetzt liegt der dritte Band Susi und Eddi immer noch herum. Aber einiges davon kann er eigentlich trotzdem. Andererseits fehlen immer noch die B-Tonarten.

Euch wünsche ich einen schönen Start.

Liebe Grüße

Annette
 
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#1878
*Annika*
Mami mit kleinem Klavierspieler und kleinem Geiger
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Beiträge: 77
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Geschlecht: weiblich Ort: Schleswig-Holstein
Aw: Fortschritte - erzählt doch mal! vor 1 Jahr, 11 Monaten Karma: 2
Hallo Annette (und alle anderen nachtürlich auch!),

oh Prima, der Beitrag "wie wäre es" ist genau das, was ich suche. Nur wäre ich im Traum nicht darauf gekommen, dieses Thema unter "Lob und Kritik" zu suchen. Ich muss wohl einfach mehr stöbern... .

Was mich aber wirklich noch interessieren würde, ist, ob Eure Kinder im Orchester spielen oder zumindest mit anderen Kindern zusammen musizieren. Ich selbst habe als Kind immer nur allein musiziert im Nachhinein denke ich, dass mich das musizieren mit anderen (über den Einzelunterricht hinaus) viel mehr motiviert hätte. Ich habe auch selbst nie an Vorspielen teilgenommen und finde auch das schade. Sicher ist das von Kind zu Kind verschieden, aber die meisten sind doch sicher sehr stolz, an so etwas teilzunehmen!

Was denkt ihr: Ist es wichtig, vorzuspielen und mit anderen zu musizieren? Ab wann ist so etwas denn sinnvoll? Sobald wie möglich oder lieber erst nach ein paar Jahren?
Bei uns gibt es zum Beispiel ein Streichorchester für Kinder von 5 bis 10 Jahren, in dem man schon mitspielen kann, wenn man nur leere Saiten streichen kann. Ist so etwas sinnvoll? Ich würde meinen Sohn da nicht sofort hinschicken, weil ich ihn nicht gleich überfordern und damit abschrecken möchte, aber was habt Ihr denn für Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße
Annika
 
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#1881
violle
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Aw: Fortschritte - erzählt doch mal! vor 1 Jahr, 11 Monaten Karma: 1
Orchesterspiel hat meinen Kindern immer sehr viel Spaß gemacht. Das Einstiegsalter war unterschiedlich.
Meine jüngste Tochter hat nach einem 3/4 Jahr Geigenunterricht in einem Nachwuchsorchester mitgemacht. Da gab es eine dritte Geigenstimme extra vom Leiter geschrieben, damit die Kleinen auch schon mitspielen konnten, denn das Alter dort war von 6-19, manchmal haben in den Ferien sogar Ehemalige mitgespielt.
Heute ist meine 15 und inzwischen seid 15 Monaten Konzertmeisterin in "ihrem" Orchester und hat keinen Tag davon bereut.
In der Zwischenzeit hat sie auch schon in einem kleinen Kammerorchester mitgespielt, ist an ihrer Schule im Orchester und seit gut 2 Jahren im Landesjugendorchester. Dort kommt man nach einem Probevorspiel rein und es wird einiges verlangt, macht ihr unglaublich viel Spaß. Mindestalter ist dort glaub ich aber 13, das kommt für deinen Kleinen ja noch nicht in Frage.
Aber durch das früher Orchesterspielen hat sie gut gelernt auf andere zu hören und kennt natürlich unglaublich viel "Gleichgesinnte" mit eben Musik als Hobby. Dieses Nachwuchsorchester hat auch schon tolle Fahrten ins Ausland gemacht und dort mit Kindern musiziert, das ist schon was ganz besonderes. Musik verbindet wirklich. Wir hatten schon Gäste aus Polen, Frankreich und Österreich zuhause, der Leiter ist einfach ein Organisationsgenie und ermöglicht den Kindern dadurch einiges.

Überfordert ist man sicher nicht, wenn es ein Orchester ist, das für das Alter in Frage kommt. Reinschnuppern kann man ja mal.

LG Violle
 
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#1882
violle
Gold Boarder
Beiträge: 236
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Aw: Fortschritte - erzählt doch mal! vor 1 Jahr, 11 Monaten Karma: 1
Gemeinsames Musizieren finde ich sehr wichtig. Mit Vorspielen haben wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Meine Mittlere war immer sehr aufgeregt und wollte auch nicht allein vorspielen, in der Gruppe ging es aber sehr gut. Heute studiert sie Musik auf Lehramt, mit Kindern arbeiten bereitet ihr keine Probleme, aber die notwendigen Instrumentalvorspiele während des Studiums kommen sie immer noch hart an, aber sie meistert sie inzwischen, hat aber kein Verlangen nach mehr.
Die Kleine ist da aus anderem Holz geschnitzt, die muß man eher stoppen. Sie hat auch besonders früh angefangen vorzuspielen und war ganz unbefangen. Heute hat sie halt einen hohen Anspruch an sich selbst, deshalb ist sie vorsichtiger geworden, spielt aber immer gerne vor.
Musik macht man doch auch für andere und nicht nur für sich selbst, deshalb gehört das für uns einfach dazu.
Wie sehen das denn die Lehrer unter Euch? Müssen eure Schüler vorspielen? Macht ihr regelmäßige Vorspiele?

LG Violle
 
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#1883
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
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Aw: Fortschritte - erzählt doch mal! vor 1 Jahr, 11 Monaten Karma: 5
Bei uns werden die Kinder zum Orchester eingeladen, wenn sie die erste und zweite Griffart können. Es macht Sohni auch viel Spaß. Es gibt hier mehrere Orchester, und nach und nach werden die Kinder befördert.

Ich finde das Zusammenspiel von Anfang an auch sehr wichtig und habe immer bedauert, daß ich als Kind außer 4-händig mit meinem Lehrer und meinem Vater nicht zusammengespielt habe. Das hat sich irgendwann im Gymnasium geändert, als der Musiklehrer Schüler vermittelt hat. Als Studentin habe ich mal in einem Kammerorchester Cembalo gespielt. Aber es ist sehr selten, daß man mit Klavier so eine Chance bekommt. Das war natürlich toll, denn es haben sich viele Kontakte für Kammermusik ergeben.

Der Zufall wollte es, daß es in seiner Klasse mehrere Streicher gibt, und so haben wir ein "Streichquintett" gegründet:

Nachzulesen hier:

www.lehrsaiten.de/component/option,com_k...ew/id,1084/catid,29/

www.lehrsaiten.de/component/option,com_k...iew/id,933/catid,18/

Ich habe sogar Sachen selbt geschrieben . Inzwischen ist das etwas eingeschlafen, nicht zuletzt weil einige fanden, sie hätten eine nicht so schöne Stimme wie die anderen (Mädchen! ) und andere sich zwischendurch mal schnell mit ihrem Bogen in die Seite pieken und das witzig finden (Jungen! ).

Zum Vorspielen organisieren wir Hauskonzerte, so ein bis zwei Mal pro Jahr. Die schlafen nicht ein, sondern werden immer voller. Nachmittags spielen die Kinder vor, dann gibt es Kaffee und Kuchen, dann toben die Kinder draußen und drinnen musizieren die Eltern. Letzteres sind vor allem auch Vorträge von alten Schlagern. Später gibt es für die Kinder Kuschelkino in einem anderen Raum und die Erwachsenen vergnügen sich. Naja, weitere Vorspiele ergeben sich durch Oma- und Tantengeburtstage, außerdem immer in der Schule am letzten Tag vor den Ferien. Sohni nimmt noch an einem anderen kleinen Wettbewerb teil: Er soll demnächst einen kleinen Mandolinenspieler begleiten.
 
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