Alabama
Mama mit Geigen/Klavier-Tochter :o))
Gold Boarder
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Der Daumen - die zweite... vor 3 Jahren, 1 Monat
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hallo zusammen!
eigentlich wurde das Thema Daumen ja schon besprochen, aber da meine Frage doch noch nicht beantwortet ist, stelle ich hier nochmals eine Frage zum Daumen der linken Hand:
ich spiele seit bald 2 Jahren Geige. Seit ich Vibrato spielen kann ist mir aber aufgefallen, dass mein Daumen viel zu hoch über das Griffbrett ragt. So klappt das Vibrato einfach nicht gut. Nun bin ich daran, meine Haltung zu korrigieren. Beim Geigenlehrer meiner Tochter habe ich beobachtet, dass er den Daumen sogar unten am Griffbrett aufstützt, also er hat ihn nicht seitlich am Griffbrett.
Sind beide Griffarten möglich? Ich stütze im Moment auch den Daumen UNTEN am Griffbrett ab, aber ist das richtig?
Herzlichen Dank für eure Hilfe!
Alabama
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bro
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Aw: Der Daumen - die zweite... vor 3 Jahren, 1 Monat
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Hallo Alabama,
es gibt da verschiedene Ansichten. Bei mir - und natürlich auch meinen Schülern - liegt der Daumen schräg unter dem Hals, so dass das oberste Gelenk kaum über das Griffbrett ragt. Mein linker Daumen ist durchgedrückt, so dass der Knochen an der Innenseite des letzten Gelenks etwas herausragt. Auf diesem Knochen und auf dem Knochen des Grundgelenkes vom Zeigefinger (da gibt es auch so einen Knubbbel) ruht der Geigenhals.
Diese - französische - Technik unterscheidet sich von der vieler deutscher Kollegen besonders dadurch, dass der Daumen eine aktive Rolle bei der Geigenhaltung spielt.
In dem Zusammenhang ist auch die Frage der Schulterstütze von Bedeutung.
Übrigens ist es auch so: je weiter der Daumen nach hinten (also Richtung Schnecke) gestellt wird, desto tiefer liegt er.
Ich wünsche viel Vergnügen beim Vibrato und einen schönen Jahreswechsel!
Broder
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Alabama
Mama mit Geigen/Klavier-Tochter :o))
Gold Boarder
Beiträge: 162
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Aw: Der Daumen - die zweite... vor 3 Jahren, 1 Monat
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Hallo Broder!
danke! In dem Fall denke ich - es ist wohl besser, der Daumen liegt etwas zu tief als zu hoch. Unser Geigenlehrer (von meiner Tochter und mir) ist Tscheche... Er hat aber eher etwas kürzere Finger als ich.
Und - ich spiele nur mit Schulterstütze, da ich einen sehr langen Hals habe....
Im Moment jedoch muss ich aufpassen, denn ich habe wohl zuviel geübt, rsp. mich von wegen Daumen etwas verkrampft - mich schmerzt ein Punkt genau in der Mitte auf der linken Schulter - also aufpassen ist angesagt....
Auch dir einen schönen Jahreswechsel!!
Alabama
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Aw: Der Daumen - die zweite... vor 2 Jahren, 10 Monaten
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Hallo,
der Daumen sollte die Geige überhaupt nicht abstützen. Sobald der Daumen stützt oder sonstwie aktiv wird, ist die Beweglichkeit der Finger eingeschränkt. Das kann man auch ganz leicht ohne Geige ausprobieren: Daumen entspannt und passiv: Finger leicht und schnell beweglich, Daumen gespannt oder gegen etwas drückend: Beweglichkeit schlechter..
Probleme mit dem kleinen Finger kommen übrigens oft von einem
angeklemmten, nicht freien Daumen, da ein Teil Muskulatur des Daumens
über den gleichen Nerv innerviert wird, wie die Kleinfingermuskulatur.
Einfach mal probieren,
viel Spass beim Experimentieren!
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bro
Expert Boarder
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Aw: Der Daumen - die zweite... vor 2 Jahren, 10 Monaten
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Hallo dispo 08,
da bin ich einverstanden, mit einem gespannten Daumen sind die Finger etwas "gebremst". Aber das ist meines Erachtens kein Problem. Unser Problem als Geiger ist ja nicht, die Töne überhaupt zu erreichen, sondern genau die richtigen Stellen zu treffen. Also liegt mein Schwerpunkt auf der Orientierung, und gerade diese etwas gebremste Beweglichkeit der Finger, diese leicht erhöhte Grundspannung in der Hand macht es dem Lagesinn einfacher und erleichtert dadurch die Orientierung auf dem Griffbrett. Die Geige ist ein so kleines Instrument und die Wege sind so kurz, dass kaum einer mit dem schieren Tempo Probleme hat. Im Tempo die richtigen Töne treffen, und zwar immer wieder, das ist die Schwierigkeit
Viele Grüße,
Bro
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Aw: Der Daumen - die zweite... vor 2 Jahren, 10 Monaten
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Hallo Bro,
ja, das könnte man denken, dem ist aber nicht so. Die wirkliche Freiheit in der Feinmotorik erreicht man nur durch absolute Passivität
der Grobmotorik, also auch keiner Spannung in den Fingern durch die langen Fingermuskeln.
Natürlich kommt man auch mit einer gewissen Fingerspannung über die Runden, aber der Unterschied zu einer absolut ungehinderten Feinmotorik ist unglaublich frappierend, wenn man es einmal gefühlt hat. Übrigens ist die Treffgenauigkei auch hier deutlich erhöht und mit viel weniger Übaufwand zu erreichen. Feinste Modulationen und Reaktionen sind nämlich erst so möglich.
Álso auch ein teilweises Tragen des Instruments (mit scheinbar entspanntem Daumen) hindert, auch wenn man's nicht mehr merkt....
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