Darf man z.B. bei Bach einen Akkord über 4 Saiten mit drei Fingern gegriffen, wobei der 1. Finger die ersten zwei Saiten gleichzeitig runterdrückt, nach dem Umlegen des Bogens von G,D-Saiten auf die beiden oberen die die unteren Saiten greifenden Finger lösen?
Also ich habe den Akkord immer komplett gegriffen und über die Dauer des Tones auch komplett alle Finger stehen gelassen.
Nun sehe ich aber in vielen Videos, dass die ersten beiden Saiten nach dem Bogenumlegen einfach "losgelassen" werden, um bequemer die oberen Saiten greifen zu können - wie gesagt nicht beim Arpeggio sondern beim Akkord - also für mich völlig daneben, denn die unteren Saiten klingen nach meinem Empfinden nicht mehr mit .
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Letzte Änderung: 31.12.2010 08:34 von Ines.
shoot for the moon ... even if you miss you will land among the stars (Studentenweisheit)
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Ich habe mich ja vor knapp 2 Jahren mal in einer Mary-Cohen-Etuede erstmals mit so einem Akkord herumgeschlagen (hatte ich damals im violinforum berichtet...). Ich hatte auch versucht ihn "komplett" zu greifen und bekam damals auch Tipps,wie das gehen kann. Meine Lehrerin sagt nun (auch bei Bach ), ich solle mir den Stress nicht machen, der erste Finger duerfe auch "rueberkippen", nachdem die eine Saite gespielt ist und damit die untere der beiden beteiligten Saiten loslassen. Mir erscheint das auch immer etwas merkwuerdig, ist allerdings gerade auch der Bratsche (=noch etwas groessere Abstaende in den DG) schon oft praktischer. Weiß nicht, wie es auf der Geige ist, dieses Instrument zu spielen, verweigere ich ja .
In Wahrheit hoere ich den Unterschied zwischen Losgelassen und Liegengelassen auch gar nicht wirklich, aber das mag daran liegen, dass ich auch einfach die Bogentechnik dazu nicht wirklich beherrsche....
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... "sich keinen Stress machen" hört sich gut an, aber ich könnte mir vorstellen, dass dieser Rat eher für Anfänger ist, bei Bratsche kann das natürlich ganz anders gesehen werden. Danke für deine Erfahrungen mit Doppelgriffen!
Als Beispiel habe ich hier mal die Allemande der d-moll partita (Bach) von Kremer, soweit ich es richtig höre und sehe, spielt er den Schlussakkord des ersten Teils (bei 1.00) zunächst mit allen Fingern runtergedrückt, eilt aber schnell zur Wiederholung von diesem Teil und schließt den wiederholten Teil mit dem gleichen Akkord (2.00) aber gebrochen, der erste Finger ist deutlich gelöst, dafür wird der 2. Teil des Akkordes mit Vibrato gespielt, insgesamt ist der Höreindruck dadurch viel zarter, durchsichtiger (mir fehlt da die Wucht ..) aber vielleicht sollte die Wiederholung eben variiert werden.
(OT die Corrente von Kremer gefällt mir sehr - die spiele ich gerade)
Beim genauerem Hingucken in anderen Videos fällt auf, das eventuell vibriert werden soll, auf Kosten des vollen Klangs des Akkords.
Ich meinte bei Hahn noch einen vollständigen Akkord (1.41)gehört zu haben:
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Nun, ich halte meine Lehrerin ehrlich gesagt nicht fuer eine Anfaengerin, ich finde, sie geigt und bratscht recht gut . Denn sie spielt die Akkorde so, nicht ich (auf der Bratsche jedenfalls, bei Geige weiß ichs nicht), Ich soll es lernen... und ich (also die Anfaengerin) fand das "Festhalten" aller Toene ja immer leichter, wenn auch gelegentlich unspielbar.
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Unter den von Lehrsaiten.de angegebenen Links befindet sich auch ein sehr nützlicher für Doppelgriff-Training, dort hat man mal alles übersichtlich in Kürze zusammengestellt:
allerdíngs denke ich nicht, dass man damit um Sevcik herumkommt
aber hier sei der direkte Link zu F. Zellers interessanter Seite: