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Hallo,
die Ausschreibung ist ja noch nicht mal da, aber Sohnemann weiß schon, daß er beim nächsten Mal wieder mitmachen will. Er wird dann haarscharf in AG II sein. Wäre er nur ein paar Wochen jünger, wäre er noch in Ib.
Seine Lehrerin fängt jetzt schon an mit Literatursuche. Er soll über seine Stücke aber selbst entscheiden.
Ganz sicher ist er sich zur Zeit mit Vivaldis a-moll Konzert, von dem er sehr begeistert ist. (Habe ich ja schon geschrieben, daß es noch viel Zeit ist und ich es eigentlich noch zu früh finde,um anzufangen). Aber jetzt übt er das erst mal.)
Als zweites Stück würde er gern etwas Jazziges spielen. Zur Zeit liebt er nämlich Jazz, nachdem er Stephane Grapelli gehört hat. Ich habe die Literaturliste vom Musikrat, und dort sind auch ein paar Jazz-Hefte empfohlen (Epoche e), die konnte ich aber zumindest in den Internet-Notenläden nicht finden. Stattdessen habe ich zwei andere Hefte gefunden:
Ein Originales: "John Widger, Easy Jazz Violin", dessen Stücke ich alle hübsch und im Schwierigkeitsgrad angemessen finde. Und ein Arrangiertes: "Arr. Edward Huws Jones, Jazz Blues & Ragtime". In diesem findet sich das berühmte "Take Five", arrangiert für Geige und Klavier. Und das würde Sohnemann gerne spielen, denn vor einiger Zeit hatte ich das mal in einer Fassung nur für Klavier geübt und es gefällt ihm sehr.
Nun habe ich dazu gleich eine ganze Menge Fragen:
1. Darf man überhaupt arrangierte Stücke spielen? (Ich vermute ja, wenn es "instrumentengerecht" ist. ???)
2. Man kann diskutieren, ob dieses Stück nicht eher ein Duo statt ein Geigenstück mit Klavierbegleitung ist. Denn es steht und fällt stark mit dem Klavier. Spielt das Klavier schlecht, ist das Ganze nichts. Kann man so etwas in einer "Solo-Wertung" trotzdem nehmen?
3. Das Arrangement gefällt mir nicht ganz so gut, denn der Rhytmus wurde etwas vereinfacht, im Vergleich zu den Klaviernoten, die ich von dem Stück habe. Darf man ein Arrangement eigenmächtig noch mal weiter arrangieren (wenn auch in Richtung bessere Annäherung an das Original? Das ist für eine Jazz-Band mit Saxophon). Es gibt ja tausende verschiedener Arrangements für dieses Stück, für Besetzungen aller Art. Es ist ja eigentlich typisch für Jazz, daß man im Rhytmus etwas frei ist.
4. Auch die Tonart wurde verändert, von es-moll nach e-moll, was natürlich einzusehen ist, und das Ganze viel einfacher macht. Aber es klingt natürlich ganz anders und man muß sich innerlich zusammenreißen, um das so zu akzeptieren, nachdem ich es hier schon lange immer in es-moll gespielt hatte. Vielleicht könnte man es wieder zurücktransponieren, aber dann ist es natürlich technisch viel schwerer. (Er übt im Moment nebenbei den "Flohwalzer" (siehe Notengalerie), der 6 Kreuze hat und bekommt das ganz gut hin.) Trotzdem wäre das ein Risiko.
Vielleicht sollte man lieber etwas anderes wählen, aber dann wäre er wohl erst mal enttäuscht.
So, ist lang geworden.
viele Grüße
Annette
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