Meine Tochter (16) möchte im Januar bei Jugend Musiziert mitspielen, sie ist dann in AG V. Sie möchte Musikpädagogik studieren. Mein Sohn, der nächstes Jahr voraussichtlich ein Musikstudium beginnen wird, wird sie begleiten.
Beide sind ziemlich fit auf ihrem Instrumenten, aber meine Tochter spielt Stücke grundsätzlich nur dann vor, wenn sie sie wirklich 200%-ig spielen kann.
Im Unterricht spielt sie zur Zeit Flesch Skalensystem, Rode Capricen und Sarasate Carmen Fantasie.
Die Stücke
Bach Konzert e-Dur 1.Satz
Brahms Sonate A-Dur 1. oder 2. Satz
Leclair sonate D-Dur 2. oder 4. Satz
kommen bei ihr in die engere Auswahl für ihr jumu-programm.
Beethovens G-dur Romanze will sie unbedingt spielen.
Allerdings sind diese Stücke alle nicht so furchtbar hoch und ich finde, sie sollte unbegingt ein Stück, in dem alle Lagen verlangt werden, spielen. Nur leider kenne ich mich nicht genug in der Geigenliteratur aus... Wisst ihr Stücke, die (technisch und musikalisch) anspruchsvoll sind, aber dennoch machbar für sie?
viele grüße
Igor
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danke für den Vorschlag, aber sind die fantasien nicht "zu leicht" für AG V? Sie werden doch oft in AG III gespielt und bewegen sich auch in den unteren Lagen.
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warum spielt sie nicht ihren Sarasate? Oder die Zigeunerweisen von ihm?
Ich finde ihre Stücke der engeren Auswahl allerdings auch sehr gut möglich.
Ob in III oder V, es kommt eher darauf an, wie man es spielt.
Man kann ja einfach mehr Lagenwechsel einplanen und Lagenwechsel findet ja nicht nur "oben" statt, sondern auf jeder Saite.
Was liegt denn deiner Tochter mehr, eher das musikalisch sinnliche oder das phantastisch virtuose?
lg violle
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Letzte Änderung: 02.09.2009 12:44 von violle.
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Sie möchte "ihren" Sarasate (Carmen fentasie und auch Zigeunerweisen) nicht spielen, weil sie - wie gesagt - sehr selbstkritisch und ehrgeizig ist und Stücke grundsätzlich nur dann vorspielt, wenn sie selber damit zufrieden ist (und bei manchen Stücken ist sie nie zufrieden, obwohl sie sie wirklich gut spielt).Ihr Standpunkt: "Lieber einfach und richtig gut als schwer und mittelmäßig" ist meiner Meinung nach nicht zu verachten, aber sie unterschätzt sich oft.
Schwer zu beantworten, ob ihr eher das musikalisch sinnliche oder das phantastisch virtuose liegt. Ich glaube, sie mag beides gleichermaßen - vielleicht mit einem klitzekleinen Schwerpunkt auf dem Virtousen. Sie kann virtouse Stücke spielen, aber wenn sie musikalisch nichts damit anfangen kann, ist das Stück für sie nicht so interessant. Umgekehrt ist es genauso: musikalisch-sinnlich allein reicht ihr nicht, sie braucht auch das Virtouse...
Kennt ihr das "Andante" von Josef Benda? Das ist so ein Stück, musikalisch sehr schön und dort mit einigen kniffligen Doppelgriffen...
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