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THEMA: Termin...
#2935
geigenspass
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Termin... vor 8 Monaten Karma: 0
...ist der 17. 01., 10.15h. Aber ob meine Tochter da wirklich spielt entscheidet der Geigenlehrer ungefähr einen Tag vorher. Vorher will er sich noch in der größten Musikschule hier die S-Klasse anhören und dann entscheiden, ob es überhaupt Sinn macht anzutreten oder ob das Niveau zu hoch ist. Also ist noch Abwarten und Üben angesagt.

Allerdings haben wir im Moment Probleme mit der Geige, denn sie verstimmt sich während des Übens oder sogar während sie nur in ihrem Geigenkasten liegt. Neulich hat meine Tochter sie heraus geholt und der Wirbel der G-Saite war von alleine fast komplett aus dem Loch gerutscht und die Saite schlabberte über den Steg. Seit dem verbringen wir mehr Zeit mit dem Stimmen dieses Instruments als mit dem Üben selber. Das ist schon etwas frustrierend. Gestern haben wir nach ca. 35 Min. das Üben abgebrochen, weil es einfach keinen Sinn mehr machte. Heute wollte ich zum Geigenbauer und die Geige nachsehen lassen, aber der hat leider noch bis morgen zu. Naja..muss der Geigenlehrer heute mal schauen.Also ihr seht unsere Vorbereitungen stehen unter keinem guten Stern.

LG
Geigenspass
 
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#2936
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
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Hallo,

da wünsche ich Euch viel Erfolg beim Geigenbauer. Wir haben Sohns Geige auch noch mal durchchecken lassen, und er hat einen neuen Bogen bekommen. Wäre schade, wenn es an so etwas scheitern würde.


LG Annette
 
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Letzte Änderung: 05.02.2010 12:49 von Annette. Grund: Gestrichen: Einzelheiten über andere
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#2939
Ines
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@geigenspass,

das selbstständige Losdrehen der Wirbel ist wohl Folge der winterlichen Heizungsluft. Wenn ihr Wirbelseife da habt, könnt ihr das Problem selbst lösen, wenn ihr denn schon mal selbst die Saiten gewechselt habt.

Also Saite für Saite vorgehen,

Saite entspannen und aus dem Wirbel ziehen, den Wirbel herausziehen und ordentlich mit Wirbelseife - gibts im Musikfachhandel oder auch im Internetvertrieb wie z.B. paganino, stradivarishop, geige24 u.ä. - einseifen, in das Wirbelloch einführen und ein paarmal Schlusselumdrehbewegungen machen, dann vorsichtig die entsprechende Saite wieder aufziehen. (Das Einfädeln der Saite in das winzige Loch im Wirbel ist das Blödste bei der Prozedur! )

Nicht den Mut verlieren!!!

Was übrigens die Niveaufrage beim Wettbewerb angeht - finde ich von dem Geigenlehrer aber ziemlich verspätet seine Vorbehalte nun doch geltend zu machen. Entweder ist Mitmachen alles, oder es geht nur um Preise!

Eine andere Sache ist da die zu erwartende Reaktion deiner Tochter im voraus einzuschätzen, wird sie auch zufrieden sein, wenn sie nicht einen Preis bekommt?

Ich halte es da mit der olympischen Idee das MITMACHEN ist die Belohnung für das viele Üben. Das DAZUGEHÖREN zu einer Gruppe sollte Ansporn sein. Und wenn dort Bessere sind, sollte man stolz auf sich sein, dass man dort auch mitmachen dürfte, wo auch Spitzenleistungen gezeigt werden - vielleicht gibt das auch einen zusätzlichen Kick, mit noch mehr Eifer Geige zu spielen.

in dem Sinne viel Erfolg
 
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Letzte Änderung: 06.01.2010 17:32 von Ines.
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#2940
geigenspass
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Aw: Termin... vor 8 Monaten Karma: 0
Hallo Ines,

vielen Dank fürdeine hilfreichen Tipps in Bezug auf unsere Wirbel. Da wir allerdings noch nie selber Saiten aufgezogen haben und ich auch keine Geigerin bin, traue ich mich da nicht ran . Trotzdem Danke!!

Zum Geigenlehrer...Es ist für uns nicht neu, dass er ganz kurz vor dem Wettbewerb entscheiden will, ob sie starten soll/darf oder nicht, denn das hat er am Anfang schon so gesagt. Für ihn, im Gegensatz zu mir (denn für mich gilt der olympische Gedanke durchaus und ich kann unterschreiben, was du sagst), geht mal nicht einfach so zu einem Wettbewerb, sondern NUR, wenn man gewinnen kann. Eigentlich ist er ein toller Lehrer, denn er ist ein toller Mensch, als Geiger Spitzenklasse und empfindet es als Ehre unterrichten zu dürfen. Das Problem mit ihm ist manchmal, dass man seine Ansprüche, was vor allem das Üben anbetrifft (denn er ist im Moment der Ansicht meine Tochter sollte 3h am Tag üben) und was Wettbewerbe angeht immer der Lebenswelt des Kindes anpassen muss. Aber ich kann schon verstehen, wo das herkommt, denn wer als 15jähriger 6h am Tag nur Tonleitern im russischen Internat gespielt hat, denkt wohl in anderen Kategorien

LG
Geigenspass
 
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#2943
Annette
klavierspielende Mama eines geigespielenden Sohnes
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Eine Wettbewerbsteilnahme ist auch eine Frage der Ehre für die Lehrer. Die haben natürlich Angst, sich zu blamieren, und sie haben ja auch wirklich die Verantwortung. Und ein gutes Ergebnis ist auch ein Erfolgserlebnis. Kein Lehrer schickt Schüler zu einem Wettbewerb, wenn er schon vorher weiß, daß die Vorstellung noch "nicht gut genug" ist. Nur, wo diese Grenze liegt, was "gut genug" ist, darüber gehen die individuellen Meinungen auseinander. Bei vielen Lehrern aus Osteuropa hängt die Latte sehr hoch, das kennen wir hier auch. Je nach eigenem Ehrgeiz muß man sich den passenden Lehrer suchen. Gute Lehrer stellen sich auch individuell darauf ein, wieviel Ehrgeiz der Schüler mitbringt. Zum Wettbewerb schicken sie natürlich nicht alle.

3 Stunden Üben am Tag ist eine sehr hohe Meßlatte. Das gibt es eher bei asiatischen und osteuropäischen Schülern als bei uns, aber in den Musikschulen früher in der Sowjetunion soll das wohl der Standard gewesen sein, das habe ich jedenfalls von mehrern Lehrern gehört.

Für eine Jumu-Teilnahme mit gutem Ergebnis ist das aber nicht der Standard. Ich halte jedenfalls Deiner Tochter die Daumen, daß sie mitmachen darf und daß sie gut abschneidet! Wieviel übt sie denn am Tag? Ist sie ehrgeizig? Berichte mal weiter, wie es bei Euch läuft!

Ich würde auf keinen Fall selbst an der Geige herumbasteln. Zum Glück habt Ihr ja einen Termin beim Geigenbauer.

LG Annette
 
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#2944
Profi
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Hallo!
Nochmal zu den rausspringenden Wirbeln: Das liegt tatsächlich an Temperaturschwankungen und der tockenen Heizungsluft. Nur Wirbelseife hilft da nicht. Die setzt man ein, wenn die Wirbel zu fest sitzen. Bei rutschenden Wirbeln kann Kreide helfen.
Aber Ihr wolltet ja eh zum Geigenbauer gehen.

Zum Wettbewerbsgedanken:
Für die Schüler sollte es schon eine Auszeichnung sein, überhaupt vom Lehrer gefragt zu werden, ob sie mitmachen wollen. Nicht immer läuft die Vorbereitung optimal, dann muss man auch mal den Rücktritt antreten. Ich mache es allerdings nie davon abhängig, ob von anderen Lehrern die Superüberflieger mitmachen. Für meine Schüler heißt es, dass ICH zufrieden sein muss mit der Leistung. Denn wie die Jury entscheidet, kann ich vorher nicht wissen. Allerdings nehme ich mir das Recht, noch kurz vorher abzuspringen, wenn die Leistung nicht so ist, wie ich es mir vorstelle (also, wenn ein Schüler seine Intonation nicht verbessert, oder er immer wieder schlampig artikuliert o.Ä.). Denn wie Annette schon schrieb, ein schlechter Vortrag fällt auch auf den Lehrer zurück.

Schöne Grüße!
 
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