Liebe Mitglieder,
Simon hat am Freitag vorgespielt. Hier ist Link:
Jetzt lernt er Viotti 23. Nächste Woche bekommt er vom neuen Lehrer Beriot 9.
Beim neuen Lehrer klappt es super. S bekommt sehr viel Technik.
Alle Empfelungen und Kritik sind willkommen.
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geigende Mama mit 2 geigenden Mädchen + Mini-Cello
Platinum Boarder
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Aw: Accolay A-Moll vor 2 Jahren, 7 Monaten
Karma: 1
Hallo Maus,
wenn ich ehrlich sein soll, finde ich den Accolay nicht so gut gelungen. Ich habe das Gefühl, dass Simon damit noch etwas überfordert ist, bzw. das Stück noch unreif ist. Wie lange hat er denn daran geübt? Sicherlich ist es toll, wenn ein 8-jähriger so etwas schon spielen kann, aber ich finde es geht etwas zu Lasten der Qualität. Ich kann auch nicht ganz verstehen, dass er jetzt gleich Viotti 23 und Beriot 9 spielt. Ich bin kein Lehrer, denke aber, dass die Anforderungen in diesem Fall etwas zu hoch sind. Er hat das Zeug dazu ein toller Geiger zu werden, auch wenn er sich noch etwas Zeit nehmen darf. An der Schule unserer großen Tochter wird der Beriot z.B. in der Regel in der 6. Klasse gespielt, auch wenn es die Meisten sicherlich auch eher schon so einigermaßen gut hinbekämen. Warum habt Ihr eigentlich den Lehrer gewechselt?
Viele Grüße,
Wusel
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Liebe Grüße, Wusel
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ich kann mich Wusel nur anschließen. Ich finde das Tempo etwas sehr schnell, in dem hier vorangegangen wird. Und immer nur so lange Konzerte. Es gibt so viele tolle und anspruchsvolle Stücke, die kürzer und für einen Jungen in diesem Alter übersichtlicher wären. Dann hätte er auch die Möglichkeit, alles etwas mehr auszufeilen.
Gruß
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S. muss dringend an seiner Technik arbeiten. Vielleicht ist es wirklich besser, er spielt kürzere Stücken, an denen er gezielt an seinen Problemen arbeiten kann.
Nicht Quantität ist entscheidend, sondern letztendlich zählt die Qualität.
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also ich finde den Akkolay klasse! Die linke Hand funktioniert prima, der Ton ist auch schön und der Junge hat ein gutes Gefühl für Melodie und Rhythmus.
Ich bin der Meinung seines Lehrers, dass er nun viele Konzerte mit interessanten sportlichen Herausforderungen spielen kann, die Genauigkeit würde ich altersbedingt nicht so wichtig nehmen. Lieber viel spielen lassen, das macht ihm bestimmt auch viel Freude.
Ich selbst unterrichte eher die französische Bogenhaltung, also mit dem Handrücken parallel zur Stange, aber er kommt ja gut klar, insofern würde ich ihm da nicht reinreden.
Das einzige Detail, was ich nicht so perfekt finde, ist seine Kopfhaltung, mit der Kinnspitze auf dem Kinnhalter, so dass er über die Geige in die Noten schaut. Besser wäre meiner Meinung nach, die Geige mehr mit der Seite des Kinnns zu halten, dann wäre auch sein Rücken gerade und nicht leicht gedreht.
Vielleicht fällt ihm das schwer, weil dann der Abstand zwischen Kinn und Schlüsselbein etwas größer wird. Ich finde es gut, dass er ohne Stütze spielt und würde ihm zur Verbesserung der Haltung einige sportliche Wetten vorschlagen:
Kannst Du beim Spielen ums Klavier laufen? Kannst Du beim Spielen auf einem Bein stehen? Kannst Du Dich hinlegen und wieder aufstehen, ohne Dein Spiel zu unterbrechen?
... und ähnliches mehr, bis er das Gefühl hat, dass die Geige an ihm quasi festgewachsen ist.
Also alles in Allem: Bravo! Weiter so, ich finde er hat einen guten Unterricht, in diesem Alter sollte die Geige für Simon eher ein fröhlicher Sport sein, nach Herzenslust spielen, nach dem Motto: Höher, schneller, weiter.
Viel Vergnügen dabei,
Bro
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Natürlich ist es noch nicht perfekt, aber das ist wahrscheinlich auch noch nicht das Hauptziel, sondern vielmehr soll dein Sohn ordentlich Futter also Material bekommen, um sich auf der Geige richtig austoben zu können. Er hat ja einige neue Techniken gezeigt, wie z.B. Spiccato und auch höhere Lagen, die brauchen eben Reife - und das ist ja wohl unabhängig vom Stück. Ich habe durch Zufall auf you tube gesehen, dass dein Sohn inzwischen auch mit dem Klavierspiel angefangen hat. Sehr gut - er scheint ja auch sehr diszipliniert zu üben, denn immerhin wollen 2 Instrumente ja auch zeitlich gut untergebracht sein. Meine auch 8 jährige Tochter hat inzwischen auch mit Klavier angefangen, aber das ist noch ganz frisch - wir hatten die Schulferien zum Anlass genommen. Rumgeklimbert hatte sie sowieso schon immer - z,.B Themen von aktuellen Geigenstücken aus dem Gedächtnis nachgespielt.
Für meine Tochter wären so lange Werke eigentlich noch nichts, sie lernt eigentlich noch mehr kleinere Stücke, die jeweils einem technischen Thema angepasst sind. Da wir uns langsam dem Ende eines (Kinder-)Schulwerks nähern, kommen jetzt auch Etüden, und reine Technik Übungen passend zum derzeitigen Schwerpunkt dazu. Übrigens mag sie Sevcik -ein Technik Klassiker - obwohl der richtig trocken ist, aber er bringt technische Schwierigkeiten in so kleinen Häppchen, dass der Erfolg sich sofort einstellt.
lg Ines
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shoot for the moon ... even if you miss you will land among the stars (Studentenweisheit)
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