bro
Expert Boarder
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Schokolade vor 6 Jahren
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Wie wär's mit Schokolade?
Ich verwette immer gerne Schokolade an meine Schüler. So eine Schokowette wird dann für die nächste Stunde verabredet, sie sollen dann etwas hinkriegen, was viel Aufmerksamkeit erfordert, also etwas, was sie eigentlich wohl könnten, wenn sie gut aufpassen. Zum Beispiel sich nicht im Bogenstrich zu irren, oder eine gute Handstellung, oder vernünftige Saitenwechsel oder enge Halbtonschritte,...
Wenn es klappt haben sie gewonnen und bekommen eine Tafel Schokolade. Wenn nicht, gibt's halt keine Schokolade, sie können es dann in der nächsten Woche nochmal probieren. Allermeistens verliere ich diese Wetten, und in diesem Falle liebe ich es, zu verlieren.
Es macht einfach viel Spaß und man kommt zu ganz erstaunlichen Ergebnissen, wo man sich sonst monatelang oft vergeblich den Mund fusselig reden müsste.
bro
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Re:Schokolade vor 6 Jahren
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Moin bro
Schick doch mal die aktuelle Schokoladen-Wette (die ja übrigens musikschulweit ausgeschrieben wurde, also auch die Kollegen betreffend  als PDF mit hoch. Hab gerade die Upload-Funktion für diesen Zweck eingeschaltet.
schönes Wochenende erstmal
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viele Grüße
Felix Hammer
(admin)-lehrsaiten.de
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bro
Expert Boarder
Beiträge: 85
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Re:Schokolade vor 6 Jahren
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Hallo Felix,
Hier ist die Schokowette, wie sie in der Schule aushängt. Wenn also jemand berichtet, dass er es geschafft hat, schicke ich die Schokolade. Wir Musiker sind ja ehrliche Leute...
Aber Achtung: Natürlich gehören die Akzente auch dazu, das ist ja gerade das knifflige.
Viel Spaß beim Üben,
bro Der Anhang ist für Besucher nicht sichtbar. Bitte anmelden oder registrieren.<br><br>Post geändert von: bro, am: 04/02/2006 06:48
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Sasis
Junior Boarder
Beiträge: 36
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Re:Schokolade vor 6 Jahren
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Das ist mal eine Idee!
Ich hab hier in Wien zwar noch nie davon gehört aber, lustig klingts auf alle Fälle. Ich bin mir auch sicher, dass es Wirkung zeigt

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Citius, altius, fortius
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Annette
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Re:Schokolade vor 6 Jahren
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Hallo,
das ist eine gute Idee! Mein Sohn würde sich durch diesen Aushang sehr motivieren lassen.
Auch für Eltern ist das geeignet. Ich verwende auch Belohnungen bei meinem Sohn (6 Jahre): "Für jedes richtige Spielen dieser Zeile mit laut Zählen gibt es eine Murmel" Da hatte ich gerade ein Säckchen Murmeln zum Verteilen.
Manche mögen das Bestechung nennen. Aber bei so kleinen Schülern braucht man ein unmittelbares Erfolgserlebnis. Erfolgserlebnisse nur aus der Musik selbst kann man in diesem zarten Alter nur bedingt bekommen. Die Aussicht, eines Tages (wenn auch schon nächste Woche) das Stück mal schön vorspielen zu können, ist oft schon viel zu langfristig. Wenn es dann aber schön vorgespielt ist, zehrt der kleine Schüler davon, und so verschiebt sich die Belohnung von der Schokolade (Murmel) zur Musik.
Wenn ich dagegen eine CD auflege (4 Jahreszeiten, Nigel Kennedy) seufzt mein Kleiner: "Ach, so wunderschön werde ich nie nie spielen können". (Wird er wahrscheinlich auch nicht). Und später üben wir dann, das Handgelenk nicht abzuknicken und gleichzeitig schön lange Bogenstriche zu machen. Wenn der Ton sich dann nicht kratzig anhört und sogar die Intonation stimmt, ist das schon toll. Aber "Musik" ist das eigentlich noch nicht, es ist etwas "sehr Schwieriges, was man nur kann, wenn man geübt hat und sich ordentlich dabei angestrengt hat." Gestern, nach Ende der Übezeit (30 Minuten, davon 20 Minuten Konzentration und 10 Minuten Gekasper), meinte er: "Jetzt steht mir der Schweiß auf der Stirn".
Und trotzdem schaffen wir es seit Tagen nicht, das Handgelenk bei der Bogenhand lockerer zu lassen. Er hofft verzweifelt, daß ich endlich sage "So, jetzt war es richtig". Da nützen Belohnungen nichts. Vermutlich wird es irgendwann klappen, und wir brauchen beide Geduld. Seine Bogenhand ist ganz starr, aber wir sollen üben, die Bogenbewegung mit dem Handgelenk beginnen zu lassen. Nur als Luftbewegung klappt es, aber mit Geige und Bogen nicht.
Viele Grüße, Annette
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bro
Expert Boarder
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Re:Schokolade vor 6 Jahren
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Hallo Annette,
haben Sie mit Ihrem Sohn schonmal die Sache mit der Papprolle probiert? Man hält eine Papprolle (Toilettenrolle, besser jedoch Küchenrolle, weil die länger ist)in der linken Hand ungefähr schräg neben die linke Wange und dadurch steckt man dann den Bogen. Die Rolle ersetzt die Geige und die Bahn des Bogenstrichs wird sofort klar. Den Bogenhaaren macht das Scheuern in der Papprolle nichts, die scheuern ja sonst auch auf den Saiten, und die sind auch nicht von Pappe!
Gut ist auch ein Kleiderbügel, so ein altmodischer aus Holz. Da dreht man den Haken raus, und hat dann dort eine gebogene Leiste. Nun halten Sie den Kleiderbügel waagerecht zwischen ihren Sohn und die Bogenhand, (also im rechten Winkel zur Geige) so dass er mit dem Bogen an der runden Seite des Kleiderbügels entlangfährt. Wäre der Haken noch dran, würde er zum Bauch des Jungen zeigen. Das Problem ist nämlich, dass die gerade Bewegung des Bogenstrichs aus gegensinnigen Halbkreisbewegungen resultiert, das kommt daher, dass ja der Arm nur an einem Punkt an der Schulter befestigt ist. Eine gerade Strichbewegung ist für die Kinder deswegen eine Zirkelbewegung. Sie müssen erst lernen, diesen naturgegebenen Halbkreis durch einen Halbkreis in die andere Richtung (eben entlang des Kleiderbügels)auszugleichen. Das fühlt sich dann zunächst mal wie eine Kurve an. Dabei macht es nichts, wenn er erstmal in die andere Richtung schief streicht, das reduziert sich dann schon quasi von selbst.
Ein weiteres Problem ist, dass sich beim Streichen der Winkel zwischen Arm und Bogenstange ändert(am Frosch ist es ein stumpfer Winkel, an der Spitze ein spitzer Winkel). Je nach Schule wird diese Winkeländerung entweder durch eine Handgelenkbewegung (so ist es in Deutschland eher üblich, und so scheint es mir bei Ihrem Sohn zu sein) oder durch eine Bewegung der Finger (so mache ich es, das ist eher die französische Art) ausgeglichen.
Ich will damit sagen: Wichtig ist, dass Ihr Sohn die Bahn des Bogens versteht, die sollte sich für ihn wie eine Kurve anfühlen.
Es könnte auch sein, dass das steife Handgelenk Ihres Sohnes daher rührt, dass er die Bogenstange hauptsächlich mit den äußeren Fingern hält, also mehr Druck mit Zeigefinger und kleinem Finger ausübt, als mit den mittleren Fingern. Vielleicht verkrampft er sich auch, weil er die Finger zu weit spreizt. Also: Daumen und die beiden mittleren Finger bilden einen Kreis, die äußeren Finger locker daneben legen.
Ich finde auch: Es ist nicht so schlimm, wenn ein kleiner Geigenschüler ein steifes Handgelenk hat. Meist regelt sich so etwas mit der Zeit von selbst. Da gibt es in der Bogenhaltung auch noch etwas, das kleinere Kinder motorisch einfach noch überfordert. Wenn Sie also das Gefühl haben, das es nicht klappen will, ist es vielleicht gut, das Thema auf die sehr lange Bank zu schieben, bis Ihr Sohn ein paar Jahre älter ist. Dann kann man es immer noch problemlos korrigieren, und es fällt ihm dann viel leichter.
Ich wünsche Ihnen beiden viel Vergnügen mit der Geige!
Bro<br><br>Post geändert von: bro, am: 07/02/2006 05:47
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