|
Montag, den 18. Juli 2005 um 14:41 Uhr |
|
Wartung und Pflege von Streichinstrumenten und Bögen Bögen Bogenstange - Bogen regelmäßig abspannen (Erhalt von Biegung und Spannung der Stange)
- nach dem Spielen Kolofonium und Handschweiß mit weichem Tuch entfernen (Krustenbildung vermeiden)
- Stange nie ölen oder polieren (Haare verfetten)
- Haare nie anfassen
- Bogenstange nie zum Applaudieren gegen Notenpult stoßen
- durchgespielte Daumenleder erneuern lassen (Gefahr der Stangenabnutzung)
Bogenhaare - mögliches Verziehen der Bogenstange durch einseitige Abnutzung des Bezuges > Bogenbezug erneuern gerissene Haare abschneiden (nicht ausreißen) > sonst mögliche Lockerung des Knotens im Kästchen
- schmutzige Haare am Frosch ggf. mit warmem Wasser und Spülmittel auswaschen, mit Küchenpapier gut trocknen (niemals Spiritus verwenden > Haarschüppchen verkleben durch gelöstes Kolofonium)
- kontinuierliche Abnutzung der Haarschüppchen (Kolofonium kann nicht mehr haften),
- Bogenhaare greifen nicht mehr > Bogenbezug rechtzeitig erneuern
- Haarlänge wird von Luftfeuchtigkeit stark beeinflusst > Bezuglänge im Winter kürzer als im Sommer mehrere
- gleichzeitige Haarrisse an gleicher Stelle bei Lagerung im Etui > Tierbefall (Etui aussaugen, Mottenmittel verwenden, Bogen neu behaaren)
Beinchenschraube und Froschmutter - durch Schmutz- und Schweißablagerungen kann hohe Reibung zwischen Frosch und Bogenstange entstehen (Rissgefahr)
- bei zu langen Bogenhaaren Froschmutter nicht gegen hintere Kastenwand überdrehen
Literaturverzeichnis: - "Taxe der Streichinstrumente" Albert Fuchs, 14. Auflage
- "Violine Klangwerkzeug und Kunstgegensand" Klaus Osse, 2. Auflage
- "Die Kunst des Geigenbaues" Otto Möckel, 7. Auflage
- "Geigen Bestimmung der Preise" John Huber
- "Pflegehinweise zum Erhalt Ihres Streichinstrumentes" Susanne Conradi, 2. erweiterte Auflage
|